Chaos, Zufriedenheit, Glück – von der Wandelbarkeit der Dinge


Dezember 31, 2016 0 Kommentare

Die Suche und das Streben nach Glück und Zufriedenheit dauern vermutlich bereits solange an, wie die Menschheit alt ist. Aber was bedeuten Glück und Zufriedenheit überhaupt? Im Kern ist die Frage vermutlich ebenfalls so alt, wie die Menschheit selbst.

Wird Wikipedia befragt, findet sich dort zum Thema „Glück“ die Aussage, dass „Glück ein vielschichtiger Begriff für die Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens“ sei. Danke, diese abstrakte Umschreibung bringt mich in meiner Suche kaum voran. Bei dem Suchwort „Zufriedenheit“ kommen wir schon etwas weiter, denn dazu meint Wikipedia, dass dies nichts anderes bedeute, als „innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes zu verlangen, als man hat“. Leichter gesagt als getan.

Mal im Ernst, hätten wir uns das nicht auch intuitiv selber beantworten können?

Wann genau der Begriff „Zufriedenheit“ Einzug in mein Leben gehalten hat, weiß ich nicht mehr so recht. Was ich aber sehr wohl weiß ist, dass er, seit er da ist, nichts als Chaos anrichtet. Permanent werde ich mit ihm konfrontiert, ständig auf ihn hingewiesen und laufend soll ich an dieser Zufriedenheit arbeiten. Aber was verdammt ist Zufriedenheit?

Ich bin jetzt 37 Jahre alt und habe lange keine Klarheit darüber erlangen können, wie sich Zufriedenheit anfühlen könnte. Um ehrlich zu sein: Ich habe lange nur gewusst wie sich Unzufriedenheit anfühlt. Unzufriedenheit im Beruf, Unzufriedenheit in Beziehungen, Unzufriedenheit mit dem Elternhaus, der Erziehung, der Schullaufbahn, dem kleinen Ich, dem großen Ich, den vielen Ichs dazwischen, und so weiter.

Unzufriedenheit bedeutete für mich: Konflikte, Widerstand, Flucht, Unehrlichkeit, Unaufrichtigkeit, Lügen, Schmerz, Lieblosigkeit, Lustlosigkeit, Fesseln, Tiefe und Schwere. Schwerwiegende Gefühle, die ich in vielen Momenten und in den meisten Bereichen meines Lebens immer im Gepäck hatte.

Viel, oft und mit immer wechselnden Gesprächspartnern habe ich über Glück, Zufriedenheit, dem Streben danach und was von beidem überhaupt erstrebenswerter ist, gesprochen. Immer mit dem gleichen Ergebnis: Ich konnte mich zwar in das, was meine Gesprächspartner meinten, hineindenken, aber für mich traf es nicht zu. Für mich stellte sich nur dann Zufriedenheit ein, wenn die Unzufriedenheit gerade nicht spürbar war. Das war dann meine Art von Glück. Oder etwas, das ich dafür hielt. Verrückt.

Das Leben ist ein Prozess, es ist Reibung, ein ständiges Auf, Ab, Links und Rechts und ob man es glaubt oder nicht, das Leben ist lebendig. So auch der Glaubenssatz, dass es reicht, die Unzufriedenheit abzulegen und somit zur Zufriedenheit und darüber hinaus zum Glück zu finden. Ich habe mich viel gerieben, duelliert und prozessiert, war mal mutig und oft feige, ständig kreativ, selten objektiv, habe mit mir gerauft, gerangelt und habe im Ende gewonnen. Die Erkenntnis gewonnen, dass es nicht erstrebenswert sein kann und darf, Unzufriedenheit nur klein zu halten, weil Zufriedenheit eine Veränderung der Zustände darstellt, also eine Umkehrung ins Gegenteil. Aus Konflikten wird Ruhe, aus Widerstand wird Frieden, aus der permanenten Flucht wird eine harmonische Bewegung, aus Unehrlichkeit wird Vertrauenswürdigkeit, aus Unaufrichtigkeit wird Authentizität, aus ständigen Lügen wird radikale Ehrlichkeit, aus tiefem Schmerz wird grundlose Liebe, aus Lieblosigkeit wird Leidenschaft, aus Lustlosigkeit wird Wandelbarkeit, aus den strammen Fesseln wird Freiheit und aus Tiefe und Schwere wird ein Leben im Jetzt… zumindest näher dran als bislang. Das ist Zufriedenheit und Zufriedenheit führt - zum Glück - zum Glück.

Weiter finden wir bei Wikipedia: „Die Zufriedenheit kann im Rahmen des Prozesses der Lebensbewältigung ein Ziel des Menschen sein, das zu einem Zufriedenheitserfolg führen kann. Sie ist ein Ziel, das einerseits entdeckt werden möchte und andererseits in der Realisierung mit Anstrengungen verbunden ist. Die Zufriedenheit tritt im Leben nicht automatisch ein, sondern sie muss sich in der ständigen Auseinandersetzung mit der Unzufriedenheit behaupten. Wer in die totale Unzufriedenheit abgleitet, wird im Unglück enden. Letztlich wird derjenige Mensch eher zufrieden und glücklich werden, der es versteht, seine inneren Erfahrungen zu steuern bzw. zu kontrollieren und negative Erlebnisse positiv zu verarbeiten.“

Ob sich die 4 Gramm CO2-Austsoß für die Wikipedia Anfragen jetzt gelohnt haben oder nicht, weiß ich nicht. Darum geht es auch nicht. Ich habe vor sieben Monaten zauberhaften Nachwuchs bekommen, der in den eh schon in mir laufenden Prozessen, wie ein Katalysator wirkt, und ich habe die Arbeit mit KLARHEIT für mich entdeckt. Für mich, für meine Potentiale, meine Steuerung und das Erkennen und Erreichen meiner Ziele, denn:

Wie fast jeder andere habe ich Ziele, die ich nur als diffusen Wunsch wahrnehme, aber bisher nicht konkret formuliert habe. Die Ziele zu erkennen bedeutet Anstrengung, die Ziele zu verfolgen führt an der Auseinandersetzung mit der eigenen Unzufriedenheit nicht vorbei. Ohne einen vollwertigen Prozessbegleiter, der mir hilft meine Erfahrungen zu steuern und meine negativen Erlebnisse positiv zu verarbeiten und vor allen Dingen mich unterstützt, die Prozesse aus mir selbst heraus anzustoßen, würde ich viel schwerer zu Frieden finden. Zu-frieden-heit.

Meine KLARHEIT bringt Zufriedenheit, und meine Zufriedenheit ist KLARHEIT. Und Glück.

Was ist für dich Zufriedenheit, wie sieht dein Weg zum Glück aus, und wie hilft dir KLARHEIT deine Ziele zu definieren und zu verfolgen? Ich freue mich auf deine Rückmeldung!

(geschrieben von James Grogan)




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