Lebenssinn und Zeitgewinn – Gedanken zu mehr Raum.


Februar 28, 2017 0 Kommentare

Zeit ist Geld, man kann sich Zeit lassen, seiner Zeit voraus sein, sich Zeit nehmen und Zeit haben, Probezeiten enden, Endzeiten haben Startzeit. Zeit ist überall, allzeit gegenwärtig und doch kriegen wir sie nicht gegriffen. Die Zeit sitzt uns im Nacken, während wir der Zeit hinterherlaufen. Kommt Zeit, kommt Rat und die Zeit heilt Wunden. Die Zeit weiß alles, die Zeit kann alles… außer stillstehen.

 

Die Zeit als physikalische Größe

 

Zusammen mit dem Raum ist die Zeit die fundamentale Größe, über die sich die Dauer von Vorgängen und die Reihenfolge von Ereignissen bestimmen lassen. Dass die Zeit fließt, sich in einem steten Fluss von der Zukunft, über die Gegenwart, hin zur Vergangenheit bewegt, scheint jedem von uns klar, ist aber leider irgendwie nicht richtig. Zumindest können weder die Sprache der Physik, der Mathematik oder sonst einer Wissenschaft das Fließen der Zeit präzise beschreiben. Gut zu wissen, denn so kann uns die Zeit schon mal nicht mehr durch die Finger rinnen.

 

Das Wesen der Zeit in der Philosophie

 

Aristoteles, Platon, Kant und Co. haben die vom menschlichen Bewusstsein wahrgenommene Form der Veränderung als Zeit beschrieben, was auch den Eindruck begründet, dass die Zeit eine Richtung hat. Aber seit jeher ist die Zeitvorstellung mit der Frage verknüpft, ob erst unsere spezielle Anschauung der Abfolgen diese Zeit erschafft, oder ob sie tatsächlich objektiv gegeben ist. Denn eine Form, betrachtet in Raum und Zeit, ist eben auch nur ein bewegtes Abbild davon. Die Frage der Zeit, ist also mehr eine Frage des Seins und die Zeit ist nur ein Abbild der Ewigkeit des Seins.

 

Und was ist jetzt Zeit und wie kann ich sie managen?

 

Ehrlich? Keine Ahnung! Die Zeit scheint alles, aber auch nichts zu sein. Laut Aristoteles misst die Zeit die Bewegung und die Bewegung misst die Zeit – sie bedingen sich gegenseitig. Ich gucke auf den Sekundenzeiger meiner Uhr und weiß genau was er meint, denn sie rennt und ich wünsche mir, dass ich mehr Zeit hätte, ich wünsche mir, dass die Zeit für einen Moment stehen bleibt – ja, aber wie lange denn?  So zieht die Zeit vorbei und ich begreife, dass es sie nicht gibt.

 

Ich habe viel über Zeit nachgedacht, habe gelesen, geredet, diskutiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass das Thema Zeit Zeitverschwendung ist. An dieser Stelle sollte ursprünglich das Thema Zeitmanagement folgen, aber ihr versteht sicherlich, dass ich seit Neustem auch das für Zeitverschwendung halte. Es gibt kein Zeitmanagement!

 

Durchschnittliche Herausforderungen und die überdurchschnittliche Lösung!

 

Ich bin ein durchschnittlicher Mensch, habe durchschnittliche Bedürfnisse, durchschnittliche Ressourcen und durchschnittliche Verwendungen eben dieser. Und trotzdem reicht mir die durchschnittliche Zeit eines Tages nicht aus, all meinen Bedürfnissen gerecht zu werden! Aber wo liegt das Problem? Ich plane jede Stunde eines jeden Tages und trotzdem reicht es mir nicht! Aber warum?

 

Mir ist in den letzten Wochen und Monaten einiges klar geworden. Mir ist klar geworden, dass es nicht um Zeit geht. Es geht nicht um die Physik der Zeit, nicht um Sekunden, Minuten, Stunden oder Tage. Es geht nicht einmal um Jahre. Es geht um das Leben!

 

Ich nutze meine KLARHEIT um Focus zu schaffen, eine Struktur in meine Abläufe zu bringen, auf kurzfristige Ziele hinzuarbeiten und mir, durch die effiziente Nutzung der Zeit, zwei Dinge zu ermöglichen: mehr Zeit und mehr Raum! Der Mensch brauch Zeit um sich ein Ziel im Leben zu setzen, einen Lebenszweck zu formulieren und darüber hinaus braucht er Raum, sich dem daraus resultierendem Flow hingeben zu können.

 

Um deinen Lebenszweck, dein „Life-Purpose-Statement“, zu Papier zu bringen, kannst du viele Wege und Anleitungen nutzen, die Hauptsache ist nur: du formulierst es. Wenn du keine Idee hast, worauf du langfristig hinarbeiten willst, wenn du nach vorne schaust und nur Nebel siehst, dann hör auf dir Gedanken um deine Zeit zu machen und starte, dein Lebensziel zu formulieren.

Du musst es nicht fixieren, darfst es immer schön flexibel halten, aber nur so hast du Gelegenheit im Nebel einen Puls zu finden.

Den Puls des Lebens und damit auch den Puls und die tatsächliche Bedeutung der Zeit.

 

Dein James von KLARHEIT


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