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März 13, 2019 0 Kommentare

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Warum die Vergangenheit deine Gegenwart bestimmt.

Und wie du dich davon lösen kannst.


Von klein auf machen wir Erfahrungen. Verinnerlichen das Prinzip von Ursache und Wirkung. Wir beginnen Ereignisse mit einander zu verknüpfen, lernen zu assoziieren, Konsequenzen zu erwarten und entwickeln nach und nach immer mehr Reiz-Reaktionsmuster, die in die Tiefen unseres Unterbewusstseins sickern und von da aus unsere Gedanken, unsere Gefühle und unser Handeln steuern.

Aufgrund unserer Erfahrungen entwickelt sich in unserem Inneren eine gewisse Erwartungshaltung: So, wie es bisher war, wird es in Zukunft wieder sein.

Das ist auf der einen Seite hilfreich und bietet uns Schutz. Nämlich dann, wenn da wirklich etwas ist, wovor wir uns schützen müssen.

Allzu oft reagieren wir aber gar nicht wirklich auf das, was uns heute und im JETZT passiert, sondern gemäß eines gespeicherten Musters, einer Konditionierung. Das passiert immer dann, wenn da ein ähnlicher Reiz ist, ein ähnlicher Auslöser. Selbst dann, wenn die Situation eine völlig andere ist.

Ein Beispiel: Dein Vater wurde oft sehr schweigsam, wenn er sauer auf dich war. Das hat dich verunsichert und dazu geführt, dass du dir in solchen Momenten seiner Liebe nicht mehr sicher warst. Heute verunsichert es dich jedes Mal, wenn dein Partner schweigsam ist. Du bist sofort emotional beteiligt, der Reiz - Schweigsamkeit - löst eine alte Konditionierung aus und du fühlst dich ungeliebt und zudem für seine (vermeintliche) Verärgerung verantwortlich. Das fühlt sich nicht gut an und verhindert zudem, dass du in solchen Momenten für deinen Partner da sein kannst, dass ihr wirklich in Kontakt kommen könnt. Viel zu sehr bist du mit deinen eigenen Emotionen konfrontiert.  

Derartige Muster aus der Vergangenheit spielen sich ständig und so schnell ab, dass wir meistens auf bewusster Ebene gar nicht viel davon mitbekommen:
Auf diese Art und Weise kreieren wir unsere ganz eigene Wirklichkeit.

Mit der Zeit verfestigen und verhärten sich unsere Konditionierungen und es wird immer schwieriger sie aufzuspüren.

Das ist aber nötig, wenn wir im Moment, statt in der Vergangenheit leben wollen, wenn wir uns unvoreingenommen einlassen und nicht vom eigenen Unterbewusstsein gesteuert, gegen die immer gleichen Mauern rennen wollen.

 

Was kannst du also tun? Beobachte dich selbst!

 

    1.    Komm in Kontakt mit deinem Körper. Unser Körper und unser Geist sind in ständiger Verbindung und reagieren aufeinander. Wahrnehmungen lösen feine körperliche Empfindungen aus, auf die unser Geist reagiert. Diese Empfindungen können wir lernen bewusst wahrzunehmen und zu beobachten.
    2.    Werde zum stillen Beobachter deiner Gedanken. Indem du lernst erstmal zu beobachten was sich in die abspielt, statt, wie gewohnt, unmittelbar  zu reagieren, schaffst du eine Distanz, einen kleinen Raum. Hier hast du die Möglichkeit, bewusster und freier zu agieren, statt wie bisher nur zu reagieren.

Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Dein Partner ist schweigsam. Du atmest einmal tief durch und fühlst in dich hinein. Da ist eine Schwere im Bauch und das Gefühl von Enge im Hals. Du beobachtest, wie dein Geist auf Basis vergangener Erfahrungen bewertet: "Er ist sauer auf mich. Ich habe schon wieder irgendetwas falsch gemacht. Bestimmt findet er mich jetzt nicht mehr so gut. Ach man, immer mach ich so viel falsch!" (und was der Geist noch alles so plappert...).


Normalerweise würdest du jetzt darauf reagieren. Vielleicht würdest du eine defensive Haltung einnehmen. Viel nachfragen. Selbst schweigsam werden. Vielleicht sogar ärgerlich reagieren.

Stattdessen wartest du noch einen Moment und schaust dir das, was da abläuft, in dem Bewusstsein, dass all das ausschließlich IN DIR passiert, ruhig an. Du reagierst nicht auf deine Empfindungen und Gedanken, du bewertest sie nicht. Du wartest einfach einen Moment ab, bis der erste Sturm vorüber ist. Bis du etwas klarer siehst.  

Mit der Zeit gelingt es dir immer besser, zu beobachten und anzunehmen und je besser das klappt, desto schwächer werden die Konditionierungen, desto mehr kannst du loslassen, dich ruhig fühlen, entscheiden, was du jetzt tun willst.

Sie werden schwächer, weil du sie nicht mehr, wie bisher, durch stetes Training bei Kräften hältst; weil du übst, dich nicht mehr so sehr mit deinem Ego zu identifizieren.

(Achtsamkeits-)Meditation, Yoga und Gespräche mit engen Vertrauten, die dabei helfen, alte Muster aufzuspüren, sind wertvolle Begleiter auf diesem Weg.

 

 

Liebe Grüße,

Carla



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