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Januar 11, 2022 0 Kommentare

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Ein ganz normaler Morgen, du machst dir einen Tee oder Kaffee und bist vielleicht gerade dabei, dich fertig für den Tag zu machen. Im Bad hältst du einen Moment inne, schaust deinem Spiegelbild in die Augen und sagst: “Ich bin stark. Ich bin selbstbewusst. Ich bin gut genug.”

Mit einem Blick von außen wirkt diese Vorstellung erst mal mehr als befremdlich. Und doch können solche positiven Affirmationen ein äußerst effektiver Weg sein, mit dem du dein Vertrauen in dich und deinen Selbstwert stärkst.

Affirmationen – Was ist das überhaupt?

Positive Affirmationen sind im Endeffekt nichts anderes als kurze, positive Glaubenssätze dir selbst gegenüber. Sie stammen ursprünglich aus dem Bereich der Autosuggestion, die vor allem von dem Franzosen Emil Coué im 19. Jahrhundert geprägt wurde. Das Nutzen positiver Affirmationen ist also nicht irgendein neumodischer Trend, sondern hat einen psychologischen Ursprung!
Diese positiven Glaubenssätze aktivieren das Belohnungssystem im eigenen Gehirn und verstärken zusätzlich die eigene Selbstreflexion. Denn genauso, wie negative Glaubenssätze dein Unterbewusstsein beeinflussen und dein Selbstbild verschlechtern, können positive Affirmationen deinen Selbstwert aufbauen und die Halt geben in herausfordernden Situationen.

Selbsterfüllende Prophezeihung: Das Problem und die Lösung in einem

Schonmal von einer selbsterfüllenden Prophezeiung gehört? Ein unterbewusst ablaufender Prozess, in dem du dich automatisch den Erwartungen entsprechend verhältst. Wenn du also von Anfang an den Erwartungen folgst, dass du etwas sowieso nicht schaffen wirst, ist die Wahrscheinlichkeit des Misserfolgs wesentlich höher, als wäre eine positivere Erwartung dein Ursprung gewesen.
In selbsterfüllenden Prophezeiungen liegt jedoch nicht nur ein Problem, sondern genauso auch der Schlüssel positiver Affirmationen. Mit ihrer Hilfe hast du die Wahl zu entscheiden, welche Erwartungen du an dich selbst stellst und welchen du folgen möchtest.

Sinnvolle und sinnfreie Affirmationen?

Einfach ein paar positive Glaubenssätze wiederholen wie ein Zauberspruch und sie wirken? So funktioniert es leider nicht ganz. Die Wirkung von positiven Affirmationen ist zwar bei langfristiger Verwendung enorm, aber eben nur, wenn du dich mit ihnen identifizieren kannst. Es kommt also ganz auf dein eigenes Gefühl und die Formulierung der Affirmation an, damit sie in deinem Unterbewusstsein angenommen werden kann. Ansonsten verfehlt sie ihren Zweck.


Bevor du eine Affirmation formulierst

Damit du die richtige Affirmation für dich formulierst, solltest dir auch bewusst machen, dass positive Affirmationen nicht dazu dienen, deine negativen Glaubenssätze zu überdecken, sondern ihnen einen Glaubenssatz entgegenzusetzen, der dich stärkt. Befass dich also vor der Formulierung deiner Affirmation einmal genau mit deinen negativen Glaubenssätzen, die dich prägen. Welche Sätze sind das? Kannst du für dich selbst reflektieren, woher sie kommen? Was lösen sie für Gefühle bei dir aus? Mit der Reflexion deiner negativen Glaubenssätze bringst du Klarheit in dein geistiges Selbstbild und baust gleichzeitig eine gesunde Distanz zu dir schadenden Erwartungen auf. Eine optimale Basis, um aus diesen Erkenntnissen eine für dich passende Affirmation zu formulieren, die dein Selbstvertrauen stärkt 🙂


Und wie geht’s weiter?

Nimm dir also einen deiner negativen Glaubenssätze heraus und formuliere ihn um. Der Fokus liegt hierbei auf der positiven Formulierung! Vermeide also die Verwendung von Formulierungen wie „kein“ und „nicht“. Ein kleines Beispiel: Statt “Ich bin nicht unsicher.” wähle lieber eine Formulierung wie “Ich kenne meine Stärken und bin selbstbewusst.” Spüre beim Formulieren der Affirmation immer wieder nach, ob sie sich für dich richtig anfühlt. Denn nur, wenn du dich mit ihr wohlfühlen und sie für dich annehmen kannst, wird sie in dein Unterbewusstsein aufgenommen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich mit einer Affirmation wirklich identifizierst, schreib mehrere Varianten auf und spür nach, mit welcher du am meisten räsonierst.

Wie du deine Affirmation nutzen möchtest, ist dir überlassen. Ob du sie laut aussprichst, mehrmals in deinem Notizbuch aufschreibst, sie zu deinem Spiegelbild sagst oder sie lieber nur in deinen Gedanken wiederholst: Der Key von Affirmationen liegt in ihrer regelmäßigen Anwendung. Denn nur so kann dein Gehirn lernen, sich auf positive Glaubenssätze umzupolen und ihnen in deinem Unterbewusstsein den Raum zu geben, den sie verdienen.

Das Beste an Affirmationen: Du hast sie immer bei dir. Egal ob in herausfordernden Momenten, in der Meditation oder simplen Alltagssituationen: Du hast immer die Möglichkeit, in deinen ganz persönlichen Affirmation-Halt und Stärke zu finden, wenn du sie brauchst.

 



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